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Glücklich raus aus der Einsamkeit - rein in die Verbindung!

  • Autorenbild: Dr. Franziska Kruppa
    Dr. Franziska Kruppa
  • 31. Juli
  • 4 Min. Lesezeit

Stell dir vor, es steht der Geburtstag einer lieben Person an und du wolltest eigentlich einen Kartengruß schicken oder vielleicht sogar ein Päckchen packen.


Doch jetzt verlässt dich der Mut und Kraft hast du auch kaum. Puh, du bist ganz schön geschafft von deinem Alltag und deinen eigenen Fragen. Vielleicht sagst du dir, dass du zu viel zu tun hast und das jetzt nicht stemmen kannst. Die Zeit ist einfach zu knapp. Dabei scrollst du dich durch Social Media, wo dich die Reels nur noch schlechter fühlen lassen. Oder du denkst, dass sich die Person ja sowieso alles selbst kaufen kann und deine Geste nicht wirklich etwas zählt.


Ich kenne solche und ähnliche Gedanken von mir selbst gut. Und was ich in letzter Zeit gemerkt habe: Gerade dann ist es gut aufzustehen und anzupacken. Gerade dann ist es wichtig, in die aktive Verbindung zu gehen und zu schenken.


Warum? - Weil aktive Verbindung aus der Einsamkeit und Bedeutungslosigkeit holt.


  • 1. Die Welt, in der wir leben

  • 2. Die Einsamkeitsfalle

  • 3. Aktives Geben schafft Verbindung

  • 4. Zusammenfassung


Wie kommen wir glücklich raus aus der Einsamkeit?


1. Die Welt, in der wir leben
"IHR HABT EINE WELT, IN DER IHR EUCH ZU WENIG BRAUCHT.

Ihr könnt alles aus eigener Kraft schaffen", lese ich in Vera Zischkes Roman "Pina fällt aus". Ich glaube, wir können uns über einen recht langen Zeitraum gut vorgaukeln, dass wir alleine zurecht kommen. Manche von uns mussten das auch von Kindesbeinen an. Und manche müssen es noch immer.

 

Da ist es schon gut, dass die Lebensmittellieferung direkt nach Hause kommt, sämtliche andere Einkäufe auch, ein Roboter oder eine Haushaltshilfe vielleicht bei der Wohnungsreinigung unterstützt und kleine Kinder, Kranke und Alte in entsprechenden Einrichtungen versorgt werden. An sich ist daran nichts Schlechtes und oft mag es auch gar nicht anders gehen. Gerade das Leben in Großstädten muss so organisiert sein, weil ein Familienverbund, wir Menschen es früher kannten, vor Ort fehlt.

 

So machen wir die Erfahrung, dass das Leben auch ohne ein soziales Netz geht. Wir nehmen verschiedene Dienstleistungen in Anspruch und lagern Bereiche unseres Alltags gegen Geld aus. Dass wir dadurch immer weniger Kontakt zu Mitmenschen haben, mag erst mal gar nicht auffallen.


2. Die Einsamkeitsfalle DOCH WENN WIR VERMEHRT SO AGIEREN,

werden wir immer mehr zu bloßen passiven Konsument*innen, statt auch selbst zu geben und aktiv in Verbindung zu treten.


Als Folge daraus führen wir uns selbst in die Einsamkeit und in einen Zustand, wo wir gar nicht mehr wissen, was wir eigentlich zu geben haben und welche Kraft in uns wohnt, die wiederum Kraft auch in anderen freisetzt. Denn: Jeder Mensch hat etwas Kostbares zu geben! Und: Jeder Mensch hat die Fähigkeit zu kreieren.


Diese Erkenntnis war für mich ein Grund, warum ich in diesem Jahr den Briefclub "Ein schöner Brief" ins Leben gerufen habe. Hier empfängst du nicht nur monatlich Post in deinem Briefkasten, sondern du wirst auch selbst tätig und schreibst selbst Briefe. Das hat so eine positive Wirkung!


Erst einmal mag es nach Arbeit, vielleicht sogar Stress klingen, monatlich einen kleinen Brief zu schreiben. Doch echte Verbindung braucht immer einen Invest. Es ist ein Unterschied, ob du dich zur bloßen empfangenden Person einer Dienstleistung machst oder aktiv in den Austausch gehst. Warum es dir Glück schenkt, wenn du auch selbst gibst? - Lies weiter!




3. Aktives Geben schafft Verbindung VERBUNDENHEIT ENTSTEHT SELTEN DADURCH,

dass wir etwas bekommen, sondern vor allem dadurch, dass wir in Beziehung treten, Geben ist dabei eine Form von Beziehung. Reiner Konsum dagegen ist häufig auf passives Empfangen gerichtet, was das Gefühl von Getrenntsein sogar verstärken kann, wenn er keinen echten Austausch beinhaltet.


Geben macht dich zu einem wirksamen Menschen. Als Mensch hast du ein grundlegendes Bedürfnis, einen Unterschied im Leben anderer zu machen. Wenn du jemandem* einen Brief schreibst, ein aufmerksames Geschenk machst oder einfach ehrlich zuhörst, erfährst du:


Ich bin nicht nur Zuschauer*in meines Lebens; ich habe etwas beizutragen.

Dieses Erleben von Wirksamkeit stärkt das Selbstwertgefühl und deine Verbindung zu anderen Menschen.


Beziehungen brauchen immer Gegenseitigkeit, deshalb empfehle ich dir: Halte dich nicht zu lange und zu viel auf Einbahnstraßen auf :)


Außerdem tut es gut, den Fokus von der eigenen Person und den eigenen Problemen auch mal weg und nach außen zu richten. So können wir uns fragen: Was braucht die andere Person und was täte ihr jetzt gut? Wogegen Einsamkeit nämlich oft mit einem starken Fokus auf das eigene Erleben einhergeht, kann ein Perspektivwechsel Grübeln reduzieren und das Gefühl stärken, Teil eines größere Ganzen zu sein,



4. Zusammenfassung

ES IST NICHT GUT, DASS DER MENSCH ALLEIN SEI.

So lesen wir es in 1. Mose 2, 18.


Und auch wenn Konsum Nähe verspricht, entsteht sie dadurch kaum wirklich.


Zahlreiche Angebote simulieren Beziehung: Da spricht der Influencer direkt in die Kamera, dein Überraschungspaket wird dir extra zusammen gestellt und monatlich nach Hause geliefert, Podcasts fühlen sich persönlich an und Serienfiguren wirken vertraut.


All das ist nicht per se schlecht und kann hier und da gut tun. Wahrscheinlich erlebt unser Gehirn dadurch sogar tatsächlich ein Stück sozialer Nähe, was kurzfristig gesehen helfen kann.


Aber die "Beziehung" bleibt einseitig, weil der echte Austausch fehlt. Es gibt keine oder nur sehr wenig Resonanz.


Deshalb sei ermutigt und frage dich: Wo kann ich heute geben und ein Stück Selbstwirksamkeit erleben? Wo sind Beziehungen, die mich stärken, die auf Gegenseitigkeit und den gleichen Werten beruhen? Strecke dich danach aus!


Und wenn du magst und Briefe schreiben etwas für dich sein könnte, dann komm sehr gern in unseren Briefclub "Ein schöner Brief"!


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