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Sag öfter "Nein" als "Ja"!

Wir neigen dazu, öfter "Ja" als "Nein" zu sagen. Wir packen unsre Tage voll mit ToDo's. Das kostet uns etwas - in der Regel mehr, als wir eigentlich bezahlen wollen. Deshalb geht es in diesem Blog ums Weglassen und wie wir dadurch wirklich aufblühen werden.


Hinter unsren "Jas" steckt nämlich nicht immer unsre eigene Überzeugung und schon gar nicht bringen sie uns wirklich voran auf unsrem Weg. Viel effektiver wäre es, wir würden klar unseren Fokus behalten, gut für uns sorgen und Schritt für Schritt mit Gott in Ruhe unseren Weg vorwärts gehen.


In diesem Blogbeitrag ergründen wir, was hinter dem Phänomen steckt, dass wir so schnell und freudig "Ja" sagen (1). Wir schauen uns dann an, wie wir "Arbeit" besser für uns verstehen können (2). Anschließend gebe ich dir Impulse für to do's, die vermutlich nicht auf deiner Liste stehen (3) und wir verstehen, warum es gar nicht so einfach ist, Dinge einfach mal wegzulassen (4). Am Schluss gibt es ein paar kraftvolle Entscheidungshilfen (5) und eine knackige Zusammenfassung (6) für dich.


Stay encouraged and blessed and have fun!

 

 


Von der Angst zur Freiheit, Fülle & Freude:


1) Angst ist eine schlechte Ratgeberin, STECKT ABER OFT HINTER UNSREN VIELEN "JAS".

So sagen wir "Ja" zu etwas Tollem oder auch etwas nicht ganz so Tollem aus


Angst unhöflich zu sein,

Angst nicht dazuzugehören,

Angst abgehängt zu werden,

Angst vor Ablehnung,

Angst zu langsam zu sein,

Angst zu wenig zu leisten,

Angst vor Leerlauf,

Angst um unsere Identität.


Doch deine Identität definiert sich nicht durch das, was du schaffst oder abhakst. Dein Wert hängt nicht von deiner Leistung ab.


Angst ist eine Lügnerin und eine schlechte Ratgeberin. Ich ermutige dich, dass du dich nicht von ihr leiten lässt, sondern dass du sie erkennst und überwindest. Dazu braucht es Mut. Und ja, zur Ruhe und Entspannung braucht es oft Mut. Warum? - Lies weiter:


 

2) Überdenke den Begriff "Arbeit", DENN TYPISCHERWEISE ERFASSEN WIR WICHTIGE PUNKTE IM ALLTAG GAR NICHT ALS "ARBEIT" UND VERNACHLÄSSIGEN SIE DESHALB.

Kennst du das: Du schreibst dir eine To-Do- Liste mit allen möglichen Erledigungspunkten des Tages oder der Woche und füllst deine Zeit mit Aktivitäten?


Zum Teil gibt uns das ein gutes Gefühl und es ist ja an sich nichts Verkehrtes daran. Es führt uns aber dann am Ziel vorbei, wenn wir uns zu viel aufladen oder wenn die Erledigungen eigentlich nicht wirklich etwas mit dem zu tun haben, das wir erleben möchten oder für das wir Verantwortung übernehmen sollten.


Trotzdem leben wir in einer leistungsorientierten Gesellschaft, in der es mehr wert zu sein scheint, im Büro zu arbeiten, als ein wohltuendes Bad zu nehmen. Es scheint wichtiger zu sein, sämtliche Telefonate und E-Mails abzuarbeiten, als einfach aus dem Fenster zu gucken. Es ist fast ein Verbrechen, wenn ein junger Mensch nicht sofort und klar weiß, was er "werden will".


Unterbewusst glauben wir wahrscheinlich, dass wir mehr erreichen, wenn wir diese Aufgabe auch noch annehmen oder jene Mitgliedschaft wahrnehmen. Wir fühlen uns irgendwie besser, wenn wir meinen, viel geschafft zu haben am Tag - wobei "viel" eben nicht meint, dass wir zum Beispiel "viel" geträumt oder getröstet oder genossen haben. Das erlauben wir uns höchstens im Urlaub (und dann funktioniert es nun leider auch nicht auf Knopfdruck).


Ich ermutige dich also, dass du vielleicht den Begriff "Arbeit" für dich persönlich ganz neu definierst. Was könnte für dich in deiner jetzigen Lebensphase darunter fallen, ganz unabhängig davon, wie andere darüber denken könnten? Ein paar Inspirationen folgen nun:

 

3) Eine neue "To-Do"- Liste WIE KÖNNTE "ARBEIT" FÜR DICH AN DEINEM TAG AUSSEHEN?

Vielleicht bedeutet es, gut zu essen und zu trinken, dich zu bewegen, deinen Körper zu pflegen.


Vielleicht heißt es, dich lieben und trösten zu lassen und Raum für Heilung zu schaffen.


Vielleicht ist deine "Arbeit" auch lesen oder kreativ sein. Möglicherweise spielst du mit (deinen) Kindern und begleitest sie ins Leben.


Trau dich, deinen Begriff von Arbeit mal völlig zu entkoppeln von Bezahlung oder Entlohnung. Versuche stattdessen, dass du als "Arbeit" all das definierst, was gerade wichtig ist und gut für dich.


Damit meine ich nicht, dass du keine Arbeitsstätte haben sollst. Sondern dass du überlegst, wie du dort und vor allem auch darüber hinaus deine Zeit gestalten möchtest. Ich möchte dich auch ermutigen, dass du Wertigkeiten überdenkst. Nur, weil man für etwas bezahlt wird, heißt es nicht, dass es das Wichtigste im Leben ist und sich alles dem unterordnen muss.


Wie wäre es also, wenn mal andere "to do's" auf deiner Liste landen und dann dort auch steht: baden, genießen, Buch lesen, bewegen, ...? Vernachlässige diese Dinge nicht, die dir gut tun, dich stärken und somit auch vorwärts bringen.


Gehe gern mit Gott ins Gespräch, besprich mit ihm deinen Fokus und deine Wochenplanung. Unser großer Wochenplaner und das Schreibtischset helfen dir dabei.


 

4) Weglassen ist gar nicht so einfach.

IM NÄCHSTEN SCHRITT WOLLEN WIR ANSCHAUEN, WAS WIR WEGLASSEN KÖNNEN UND SOLLTEN.

Meist fällt uns dann spontan ein: das lange Scrollen auf Social Media, die überdehnten Netflix- Stunden oder das Gläschen Alkohol zu viel.


Doch es ist gar nicht so einfach, das einfach wegzulassen, denn oft ist es ja ein Weg mit mehreren Schritten, der uns dorthin führt. Zum Beispiel landen wir eben auf der Couch und netflixen, weil wir schlicht zu erschöpft sind, um ein Buch zu lesen oder ein gutes Gespräch zu führen. Das sinnlose Scrollen machen wir auch, weil wir zwar zu müde sind für wirklich aktive Entspannung, aber auch noch nicht ins Bett, sondern noch was erleben wollen :)


Du musst also vorher ansetzen: Wie müsste dein Tag aussehen, dass du nicht "gezwungen" bist, deine freie Zeit am Abend auf Netflix oder Social Media zu verdaddeln? Ein wichtiger Schlüssel dabei ist zu prüfen, wozu du "Ja" und wozu du "Nein" sagst, denn viele Jas sind Energieräuber, ohne dass sie uns helfen, in unsrer Bestimmung zu leben:


 
5) Entscheidungshilfen:

KENNE DEINE WERTE, ERLAUBE DIR ZU TRÄUMEN UND STEHE KLAR ZU DEINER VISION!

Wenn du beim nächsten Mal eine Anfrage oder ein Angebot erhältst, sei es die extra Stunde im Office oder eine Zusammenarbeit, eine Weiterbildung oder ein verlockendes Freizeitprojekt, frage dich:

  • Passt ein "Ja" zu meinen Werten? Was sind meine Prioritäten in der Phase meines Lebens, in der ich gerade stecke?

  • Ist es jetzt dran oder darf es auch später sein und ich prüfe dann neu?

  • Wenn ich jetzt "Ja" sage zu etwas, das in der Zukunft Zeit und Energie von mir abverlangt - hätte ich diese Kapazitäten denn jetzt im Moment? Oder sind meine Tage eigentlich schon zu voll? Das "Ja" ist meist leicht gesagt, die Sache dann aber doch her schwer durchgeführt.

  • Wenn ich dazu "Ja" sage, wozu müsste ich dann "Nein" sagen und macht mir das Freude?

  • Bringt ein "Ja" zu dieser Sache wirklich den Effekt, den ich mir (vielleicht auch nur unterbewusst) wünsche? Ist das "Ja" wirklich der Hebel, der mich/ mein Projekt nach vorne bringt?

  • Was sagst du, Gott, dazu? Welches Angebot hast du für mich?


Ein gutes Beispiel ist uns Nehemia aus dem Alten Testament. Er hat solch ein großes Projekt vor, nämlich den Wiederaufbau der Stadtmauer Jerusalems. Währenddessen ist er mit zahlreichen Ablenkungen und Angriffen konfrontiert. Auch muss er "Nein" sagen zu seiner ursprünglichen Stellung am Hof des Königs, um sein Herzensprojekt verwirklichen zu können. Von ihm lernen wir, wie wir fokussiert bleiben aufs Wesentliche.











 
6) Zusammenfassung:

SAG HÄUFIGER NEIN.

Damit meine ich gar nicht, dass wir uns nicht ins Zeug legen oder inaktiv sein sollten. Im Gegenteil: Für wichtige und große Aufgaben braucht es Fokus, viele Neins und wenige richtige Jas.


Zeige mit einem Herz unter diesem Beitrag, dass dein "Nein- Weg" jetzt startet :)

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